Forschung

Seit 1995 forschen wir für das Management von Verbänden und anderen Nonprofit-Organisationen (NPO).
Wir betreiben freie wissenschaftliche Forschung und Auftragsforschung für Verbände, und zwar als:

empirische Forschung,

konzeptionelle Forschung und

Grundlagenforschung.

Darüber hinaus knüpfen wir ein Forschungsnetz.


Eine Fülle von Veröffentlichungen zeigt die Ergebnisse und die Bandbreite der Forschungsarbeit und macht sie auch für Ihren Verband nutzbar.


Einen Überblick über laufende Forschungsprojekte erhalten Sie hier.

 

Empirische Forschung

Feldforschung betreibt das Institut oft in einer Kombination von quantitativen (statistischen) und qualitativen Ansätzen.

  • Umfragen über den Stand des Verbandsmanagements bei allen Arten von Verbänden (siehe die beiden großen Verbände-Umfragen 1996/97 und 2005)
  • Umfragen zu einzelnen Bereichen des Verbandsmanagements, zum Beispiel zum Risikomanagement, zur Finanzierung, zur Qualität von kollektiven Leistungen
  • Mitgliederbefragungen und Mitgliederforen (Beteiligung der Mitglieder an der Verbandsentwicklung)
  • Evaluationsprojekte

Die quantitativen Erhebungen dienen dazu, in der Breite ein Bild von der Wirklichkeit zu erhalten, Überblicke und Vergleiche zu ermöglichen. Bei der qualitativen Forschung geht es mehr um die Tiefe, um Erklärungen und um neue Ideen und Erkenntnisse (explorative Forschung). Besonders die qualitativen Verfahren gehen oft direkt in die konzeptionelle Arbeit über, bis hin zur Aktionsforschung (action research), bei der im Verlauf der Forschung gleich praktische Verbesserungen erzielt werden.

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Konzeptionelle Forschung

Wir entwickeln Konzepte für Teilaufgaben des Verbandsmanagements, so zum Beispiel:

  • Mitgliederkommunikation, Aktivierung, Bindung und Einbeziehung von Mitgliedern sowie mitgliederorientierte Organisation
  • Qualitätsmanagement v. a. kollektiver Dienstleistungen (z. B. der politischen Interessenvertretung)
  • Risikomanagement
  • Immobilienmanagement

Für Verbände und anderen NPO genügt es meistens nicht, einfach Ansätze und Instrumente aus der herkömmlichen Betriebswirtschafts- und Managementlehre und -praxis zu übernehmen. Zumindest müssen diese an die Besonderheiten der Verbände, oft auch auf Besonderheiten einzelner Organisationen, angepasst werden. Manchmal ist es besser, eigene Instrumente zu entwickeln.

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Grundlagenforschung

Verbände und andere NPO unterscheiden sich grundlegend von Erwerbsunternehmen einerseits und von staatlichen Institutionen andererseits:

  • Vor allem ihre Zielstruktur ist komplexer und vielfältiger.
    Sie wollen z. B. unmittelbar bestimmte Leistungen abgeben oder Wirkungen erzielen; Erträge sind letztlich Mittel zum Zweck und nicht Oberziel.
  • Verbände und andere NPO erzielen ihre Einnahmen nicht vorwiegend aus Gegenleistungen (z. B. Verkaufspreisen), sondern aus Beiträgen und Spenden.
  • Die Leistungen von Verbänden sind oft für große Gruppen bestimmt, nicht für einzelne Abnehmer (kollektive Leistungen).
  • Bei den meisten Verbänden reden und wirken die Mitglieder mit (Verbandsdemokratie).
  • Anders als beim Staat ist die Mitgliedschaft freiwillig.

Diese und viele weitere Charakteristika machen das Verbandsmanagement anders, vor allem komplexer. Die Grundlagenforschung im Institut für Verbände arbeitet das in Klarheit heraus und zieht daraus logische Konsequenzen, die die konzeptionelle und empirische Forschung sowie die Beratungsarbeit befruchten.

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Forschungsnetz

Das Institut sieht sich auch als Netz von Forscherinnen und Forschern, Entwicklerinnen und Entwicklern, die am Verbandsmanagement arbeiten.
Unter anderem ist es deshalb Mitveranstalter der Internationalen NPO-Forschungs-Colloquia, die im zweijährlichen Turnus in Fribourg, Linz und München stattfinden.

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